Lerntagebuch BAIN von Alicja

Lerntagebuch für das Modul BAIN

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Lerneinheit 3

Unsere dritte Lerneinheit fand am 24. April 2020 und hatte das Ziel uns zwei Systeme zu zeigen: den ArchivesSpaces und DSpace. Grundsätzlich war es eine besondere Vorlesung, da unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. So hatte die eine Hälfte am 24., die andere am 25. April das Modul BAIN. So war es aber um einiges besser, da Herr Lohmeier mehr Zeit hatte, um sich mit den Anliegen einzelner Studierenden bzw. Gruppen auseinanderzusetzen.

#Metadatenstandards Archive:

Als eines der ersten Punkte haben wir uns die Metadatenstandards der Archive angeschaut. Dabei sollten wir Dokumente in den Archiven der ETH und Staatsarchivs Basel zum Thema “Einstein” bzw. “Einstein Ehrat” suchen und beschreiben, ob die Inhalte nach dem Standard ISAD(G) beschrieben wurden. So konnten wir herausfinden, dass die Trefferlisten grundsätzlich dieselben Angaben zu den Dokumenten beinhalten (bspw. Titel, Zeitraum oder Signatur), jedoch hält sich die ETH eher knapp bei der Angaben-Anzeige, die auf den ersten Blick gezeigt wird. Deshalb finde ich auch, dass das Staatsarchiv Basel bessere Übersichtlichkeit hat, da man alle nötigen Angaben gleich auf den ersten Blick bekommt und nicht extra in die Details eines Dokuments gehen muss, um darüber mehr zu erfahren. Ausserdem war dies eine Gruppenarbeit, was ich persönlich gut fand, da wir uns unterstützen und austauschen konnten. Zum ISAD(G): Dies ist ein internationaler Standard für archivale Beschreibung. So werden Dokumente, die archiviert werden sollen, in sieben Informationsbereichen mit 26 Verzeichnungselementen beschriftet. Diese sieben Bereiche sind:

Meine Klasse hat ISAD(G) bereits im Modul “GLIW - Grundlagen der Informationswissenschaft” kennengelernt. Da ich das Modul jedoch nur halbwegs so spannend fand, konnte ich mich an die Inhalte des ISAD(G) noch wenig erinnern, deshalb fand ich eine kleine Repetition davon sehr hilfreich.

Selbstverständlich ist ISAD(G) nicht das einzige Standard, das wir kennengelernt haben. Es gibt auch noch das EAD, welches ein XML-Standard ist. Sofern ich weiss, wurde dieser bisher nur kurz in den anderen Modulen erklärt. Auch jetzt ist Herr Lohmeier noch nicht gross aufs Thema eingegangen, jedoch werden wir mit EAD später noch mehr arbeiten. Bin gespannt!

#ArchivesSpaces:

Der nächste wichtige Punkt war die Arbeit mit ArchivesSpaces. ArchivesSpaces ist ein webbasiertes Informationssystem, das zum Management vom archivalen Gut verwendet wird. Zuerst musste das System wieder auf der virtuellen Maschine installiert werden. Diese wäre grundsätzlich nicht problematisch gewesen, jedoch hatte ich das Problem, dass die Installation ewig nicht abgeschlossen werden konnte. Es stellte sich später heraus, dass dies nur weitere Prozesse sind, die im Hintergrund ablaufen und dass die Anwendung schon länger gestartet werden kann. Dafür musste man nur den richtigen Link im Browser öffen… Wir konnten ArchivesSpaces wieder mal in Gruppen näher kennenlernen. Die Aufgabe war, dass wir zuerst eine Repository erstellen, in dem wir später weitere Datensätze erstellen sollten. Diese sollten zum Schluss in der öffentlichen Ansicht erscheinen. Nun, dies war nicht so einfach… Ich habe noch nie mit einem Archivsystem gearbeitet und so war dies komplett neu für mich. Dazu kam, dass bei der Errichtung eines Datensatzes sehr viele Angaben benötigt wurden, bei denen ich teilweise nicht wusste, was bei diesen gemeint ist. Die Anwendung war ausserdem auf Englisch, sodass gewisse Begriffe nicht ganz verständlich waren. Meine Gruppenmitgliederinnen konnten mir nur kaum helfen, da auch sie Mühe mit der Aufgabe hatten. Zum Schluss hat uns Herr Lohmeier die Funktionsweise von ArchivesSpaces etwas besser erklärt, was die ganze Sache natürlich verständlicher gemacht hat. Trotzdem fand ich es schön ein weiteres System kenennlernen zu dürfen, nur bräuchte es dabei eine bessere Anleitung, wie man die Inhalte erstellen soll etc. Ausserdem nicht vergessen (!): Es nennt sich ArchivesSpaces (mit kleinem s in der Mitte!), nicht ArchiveSpaces.

#DSpace:

Das zweite System, das wir testen durften, war DSpace. Dieses ist ein System für Publizierung von Forschungsdaten und anderen Publikationen. Das erste Ziel für uns war die Erstellung einer Collection und später einer Community. Collections beinhalten üblicherweise nur Objekte, wie Dokumente oder andere Schriften; Communities organisieren die verschiedenen Collections. Im Vergleich zur ersten Aufgabe war diese nicht sonderlich kompliziert. Die Erstellung einer Collection war sehr einfach und brauchte keine kniffligen Angaben, sondern wesentlich nur einen Namen und eine kurze Beschreibung. Auch die Erstellung und Verküpfung einer Community verlief schnell, sowie der Vergabe von speziellen Rechten an andere.

Eigentlich hätten wir noch eine andere Aufgaben machen sollen, doch zu dieser sind wir aus Zeitgründen nicht mehr gekommen. Stattdessen hat Herr Lohmeier rasch vorgeführt, wie man diese in etwa lösen müsste. Das Ziel der Aufgabe war die Einreichung eines Dokuments für die Collection, danach sollte man den Begutachtungsprozess starten und das ganze frei geben. Auch haben wurde der Import und Export ganz kurz angesprochen.

Im Vergleich zu den beiden anderen bisherigen Vorlesungen fand ich diese heute besonders angenehm. Das liegt bestimmt daran, dass unsere Klasse kleiner war und wir die Inhalte + die dazugehörigen Fragen/Probleme besser durchgehen konnten. Wieder was neues dazu gelernt? Aber klaro. Dann bis bald :)

Quellen: